Eulen sind Nachttiere. Den Tag verschlafen sie meist gut versteckt in einer Baumhöhle, einer Felsnische oder einem anderen Unterschlupf. Deswegen sagt man zu jemandem, der abends besonders lange wach ist, „Nachteule“.
Sobald die Dämmerung einsetzt, begeben sich die Eulen auf die Jagd. Eulen können fast geräuschlos fliegen, weil sie ganz besondere Federn haben. Und weil sie in der Dämmerung und in der Nacht auf die Jagd gehen, gibt es für die meisten Beutetiere kein Entrinnen. Denn sie hören und sehen nicht die nahende Gefahr.
Mit den Fängen voran stürzen sie herab, packen mit ihren scharfen Krallen zu und töten ihre Beute mit einem kräftigen Biss.
Eulen fressen meist Mäuse, verspeisen aber auch Käfer, Schmetterlinge, Echsen, Frösche, kleine Vögel, Hasen und sogar Fische. Große Eulen machen auch Jagd auf Igel, junge Füchse und Rehkitze.
Meistens bringen Eulen ihre Beute zum Unterschlupf. Erst dort verschlingen ihre Beute oft in wenigen Happen mit Haut und Haaren. Nach der Mahlzeit spucken sie Unverdauliches wie Knochen, Zähne oder Federn ihrer Beutetiere in grauen Klumpen wieder aus – den so genannten Gewöllen.
Eulen können ihren Kopf bis zu 270 Grad drehen. ! Mit solch einem „Schraubenkopf“ können Eulen Beutetiere enorm gut verfolgen. Sie können das, weil sie 14 Halswirbel haben. Zum Vergleich: Die meisten Säugetiere und damit auch wir Menschen haben nur 7!
Eulen können nicht nur am Tag, sondern auch in der Nacht sehr gut sehen. Damit Eulen auch bei wenig Licht jagen können, haben sie riesengroße, sehr lichtempfindliche Augen.
Eulenfedern sind flauschig locker, weich wie Samt und an den Spitzen besonders gezähnt. Dadurch fliegen Eulen fast lautlos durch die Luft.
Quelle: WWF









