Der Rotfuchs kommt in Europa, Asien und Nordamerika vor. Er hat verhältnismäßig kurze Beine und eine schmale Schnauze. Seine aufrecht stehenden, spitzen Ohren kann er in fast alle Richtungen drehen. So kann er Geräusche sehr gut lokalisieren. Der Geruchssinn des Fuchses ist vierhundertmal besser als der des Menschen. Seine Augen sind an die Dämmerung und die Nacht angepasst, sodass er auch im Dunkeln noch sehen kann. Füchse haben einen schlanken und leichten Körper. Besonders im Winter wirken sie aber durch das dichte Fell und den langen, buschigen Schwanz größer und schwerer als sie sind.
Rotfüchse haben ein orange- bis rotbraunes Fell. Hals, Brust, Bauch und die Schwanzspitze sind weiß. Die Rückseite der Ohren und die Beine sind schwarz. Die Fellfärbung und die Körpermaße der in Europa lebenden Rotfüchse kann je nach Verbreitungsgebiet und Jahreszeit etwas variieren. Über den Jahresverlauf hinweg kann sich das Aussehen ein und desselben Tiers verändern. So ist der lange und dichte Winterpelz dunkler als das leuchtend rote Sommerfell. Die in Nordeuropa lebenden Füchse haben in der Regel ein dunkleres Fell als ihre Artgenossen im Süden. Das Fell von Jungfüchsen wirkt stumpf und gräulich. Erst mit dem Wachstum der leuchtend roten Grannenhaare, die die dunkle Unterwolle überdecken, verlieren sie ihre Tarnfarbe.
Füchse haben ein flexibles Sozialsystem. Sie leben als Einzelgänger, in Paaren oder in Familiengruppen. Fuchsfamilien bestehen meist aus einem Elternpaar und den Welpen des aktuellen Jahres. Es können auch einzelne Jungtiere des Vorjahres im Familienverband bleiben. Füchse sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Während der Jungenaufzucht kann man sie aber häufig auch am Tag bei der Jagd auf Wühlmäuse beobachten. Sie stellen keine besonderen Ansprüche an ihren Lebensraum und können nahezu überall überleben, wo sie genug Nahrung finden.
Quelle: Deutsche Wildtierstiftung









