Igel leben als Einzelgänger und sind überwiegend in der Nacht aktiv. Ihre bevorzugte Nahrung besteht aus Insekten, also zum Beispiel aus Käfern, Larven, Ohrwürmern, Tausendfüßlern, oder Spinnen.
Zusammen mit den Maulwürfen und den Spitzmäusen zählt der Braunbrust-Igel (Erinaceus europaeus) zur Ordnung der Insektenfresser. Wie viele andere Arten zieht es auch Igel aus der ausgeräumten Landschaft zunehmend in menschliche Siedlungen. Dort finden sie Lebensraum, Nahrung und Unterschlupf.
Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv und haben ein breites Nahrungsspektrum: Sie ernähren sich hauptsächlich von Laufkäfern, Larven von Nachtschmetterlingen, Ohrwürmern und sonstigen Insekten, Hundert- und Tausendfüßlern sowie Spinnen. Regenwürmer und Schnecken werden zwar ebenfalls gefressen, aber tatsächlich nur bei Mangel an ihrer bevorzugten Nahrung. Da Regenwürmer und Schnecken Träger von Parasiten (Lungen- und Darmwürmer) sein können, die durch das Fressen dieser Tiere auf Igel übertragen werden können, sollten Igel nicht aktiv mit Regenwürmern oder Schnecken gefüttert werden. Igel sind keine Vegetarier, sie fressen kein Obst und kein Gemüse.
Die Hauptfortpflanzungszeit liegt zwischen Juni und August. Nach etwa 35 Tagen Tragzeit kommen vier bis fünf Jungigel zur Welt. Diese sind bei der Geburt 12 bis 25 Gramm schwer, rund sechs Zentimeter lang und tragen etwa 100 weiße Stacheln – Erwachsene Igel haben hingegen 6.000 bis 8.000 Stacheln –, die in die aufgequollene Rückenhaut eingebettet sind.
Quelle: NABU









